Menschen begegnen

Es gibt eine Art von Arbeit, die auf keiner Rechnung steht und mir doch viel bedeutet.

Sie geschieht in Schulen und Sportvereinen, an Universitäten und in sozialen Einrichtungen, vor jungen Menschen, die zum ersten Mal vor ihrer Gruppe das Wort ergreifen, und vor Erwachsenen, die mitten im Leben stehen und doch neu hinhören. Und sie geschieht im Altenheim, auf einer Erzählreise, bei der ich erzähle und die Menschen mit meinen Deutungen und Fragen berühre, bis sie ihre eigenen Geschichten neu erleben. Jedes Alter liegt mir gleich nah, und es kommen immer wieder neue Orte dazu. Was dabei entsteht, lässt sich schwer in Programme fassen, und genau das macht es kostbar.

Diese Bilder gehören hierher. Ich tue diese Dinge gern, weil sie zu mir gehören, und ich sammle hier die Geschichten von Menschen, die mir begegnet sind und etwas in mir hinterlassen haben.

Zu jedem Bild gehört eine kleine Erzählung, und ich werde sie nach und nach aufschreiben: von begeisterten Anfängen, von Augenblicken, die berühren, von Menschen, die sich plötzlich etwas zutrauten, und von Stunden, die etwas in Bewegung gebracht haben.

Vielleicht ist das der eigentliche Lohn solcher Tage, dass man am Ende mehr mitnimmt, als man gegeben hat.

Landschulheim Elkofen

Ein Tag mit einer Schulklasse, die zuerst skeptisch blieb. Rhetorik klang nach Theorie, nach etwas für später. Dann standen die ersten vorne, zögerlich, und merkten, wie wenig es braucht, um gehört zu werden. Aus dem Zögern wurde Neugier, aus der Neugier ein Auftreten, das sie sich selbst kaum zugetraut hätten.

Am Ende staunten sie über die eigene Erkenntnis: Es sind die einfachen Mittel, die den Unterschied machen. Genau dafür bin ich gern dabei.

Wer wünscht sich nicht solche Erfahrungen für junge Menschen


Sängerbund in Berlin

Junge Menschen, die ehrenamtlich im Sängerbund mitarbeiten und sich aus eigenem Antrieb ein Rhetorik-Seminar gewünscht haben, um als Dirigenten, Team- und Übungsleiter andere junge Menschen zu begeistern, zu berühren, zu befähigen und zu bewegen. Ihr Ziel trifft genau das, woran auch mir liegt:

Zueinander finden. Miteinander reden. Füreinander da sein.

Gemeinsames Singen verbindet, und wer diese Verbindung weitertragen will, beginnt bei der eigenen Sprache.

Dass junge Menschen sich so etwas wünschen, hat mich tief bewegt.


Sport, Technik & Rhetorik

Neugierig, wach und offen für Neues, so kamen die Jugendlichen in dieses Wochenende. Wer ihnen begegnet, wird zuversichtlich für das, was kommt.

Beim Workshop mit Machbar e.V. und dem HSC 2000 Coburg standen Sport, 3D-Druck und Rhetorik auf dem Programm. Die jungen Menschen spielten als Team, tüftelten an eigenen Ideen und fanden am Ende den Mut, vor der Gruppe zu sprechen.

Wer jungen Menschen mehr zutraut, bekommt ihr Vertrauen. Und aus Vertrauen entsteht echter Dialog.


Phönix Seniorenzentrum

Eine Erzählreise lebt davon, dass niemand nur zuhört. Kaum war die erste Geschichte erzählt, regten sich die Erinnerungen, leise zuerst, dann ein Wort, dann viele, und bald gehörte der Nachmittag dem ganzen Raum.

Mich bewegt jedes Mal, wie viel Lebendigkeit in einem Kreis steckt, dem man sie kaum noch zutraut. Bis zum letzten Augenblick blieb jeder dabei, viele heiterer, als sie gekommen waren.

Für Einrichtungen, die ihren Gästen das schenken möchten, bin ich gern zu Gast.

Ich bin davon überzeugt, dass in einem jeden Leben bestimmte Dinge passieren. Die guten und die, die wir am liebsten streichen würden: Momente der Niederlagen und Augenblicke, in denen man sich macht- und vielleicht sogar wertlos fühlt. 

Wenn dich keiner mehr versteht, ich will es versuchen.

 


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