Ich dachte, nach fast 30 Jahren Rhetorik überrascht mich nicht mehr viel. Dann brauchte es genau einen 9-Jährigen – und einen einzigen Satz –, um mir das Gegenteil zu beweisen. Seitdem denke ich wieder öfter darüber nach, was Worte beim anderen eigentlich auslösen.
Kommunikation ist das was ankommt
Wieder mal daran erinnert! Wie mir ein 9-jähriger Junge zeigte: "Kommunikation ist was ankommt!"
Als ich nach Worten suchte
Jetzt bin ich schon seit fast 30 Jahren Rhetoriktrainer, ganze 62 Jahre alt und denke so manchmal: „Also direkt überraschen kann mich (eigentlich) nichts mehr!“ Ja, da habe ich mich mal wieder gründlich geirrt!
Eine Frage, eine Antwort und ein staunender Rhetoriktrainer!
Bei einem Workshop für Kinder und Jugendliche fragte mich ein 9-jähriger Junge: „Sag mal, wie lange muss ich üben, bis ich so reden kann wie du?“
So überraschende Komplimente verleiten leicht dazu viel zu schnell zu antworten: „Weißt du, ich übe jetzt schon 61 Jahre!“ sagte ich ganz salopp und fand die Antwort flott! Der Junge allerdings schaute mich ernst und nachdenklich an und meinte dann etwas frustriert bis fassungslos: „Boah, da bin ich ja schon 70!“
Oh nein – das ging daneben! Na, sagte ich zu mir... dann man(n) los ... wie erklärst du das jetzt!
Natürlich habe ich mir Zeit genommen und ihm erklärt, was damit gemeint ist. Wenn man früh anfängt und viel übt, wird man sehr schnell richtig gut. Der Junge war zufrieden und ich habe gelernt... behaupte nie, dass dich nichts mehr überraschen kann und schon gleich gar nicht mit dem Wort „eigentlich“!
Kommentar hinzufügen
Kommentare